Werden Sie Fensterpatin/Fensterpate

Helfen Sie bitte mit, die wertvollen Fenster im Schleswiger Dom zu erhalten

Die Neuverglasung der insgesamt 33 Domfenster war der krönende Abschluss der großen Dom-Renovierung Ende des 19. Jahrhunderts. Nach 125 Jahren hat die Witterung den Fenstern so stark zugesetzt, dass eine Sanierung erforderlich ist. Diese dringende Maßnahme kostet 750.000 Euro. Der Dom ist  auch Zeugnis eines großen Engagements vieler Menschen. Über Jahrhunderte haben sie durch Schenkungen und Stiftungen Spuren der Veränderung hinterlassen. Bitte zeigen auch Sie Ihre Verbundenheit mit dem St. Petri-Dom und unterstützen Sie die Erhaltung der wertvollen Fenster mit einer Patenschaft.

Die Fenster sind von sehr hoher Qualität, viele von ihnen wurden vom Königlichen Institut für Glasmalerei in Berlin-Charlottenburg gefertigt. Sie zeigen Darstellungen aus dem Leben Jesu, die sich an der Kunst Albrecht Dürers orientieren, und Szenen der Glaubensgeschichte. Die  figurenreichen Darstellungen hinter dem Brüggemann-Altar wurden von der preußischen Kaiserin Auguste Viktoria gestiftet. In anderen Fenstern verweisen Wappenschilde und Namen auf die damaligen Stifterinnen und Stifter.

Wir bitten Sie: Werden Sie Patin, werden Sie Pate für ein Domfenster!

Zur Erhaltung der Fenster bitten wir Sie um Ihre Unterstützung. Patenschaften sind Ausdruck einer sehr engen Verbundenheit zwischen Menschen. Sie können auch Ausdruck für eine enge Verbindung von Menschen zu einem besonderen Ort sein.

Für diese Fenster können Sie jetzt eine Patenschaft übernehmen:

Arche Noah I

In den Fenstern im 2. Joch des Südschiffes nimmt Noah die Hauptrolle ein. Beim „Der Bau der Arche“ ist die Hand Gottes erkennbar, die Noah und seinen Söhnen Anweisungen erteilt. Bei der „Sintflut“ sitzt Noah auf der schwimmenden Arche. „Die rettende Arche“ zeigt Noah im Kreis der sich versammelnden Tiere, im Hintergrund die fertiggestellte Arche. Wie im Mittelalter, wirken die Bilder wie eine Bibelillustration zur Belehrung der Kirchenbesucher. Gestiftet wurde das Fenster von Baron von Plessen.

Ritter von Plessen

Dieses ebenfalls von der mecklenburgischen Adelsfamilie von Plessen gestiftete Fenster zeigt einen prominenten Ahnherrn: Ritter Helmold III. von Plessen. Er war ein Angehöriger des Schwertbruderordens in Livland und gehörte zum Gefolge Ottos IV., den er 1209 nach Italien begleitete. Dort wurde Otto IV. im Herbst 1209 vom Papst zum Kaiser gekrönt. Das Bildnis des Ritters Helmold ist einem Relief in der Kirche in Hohen Viecheln (Mecklenburg-Vorpommern, frühes 14. Jahrhundert) entlehnt. Das Stammwappen des mecklenburgischen Zweiges des Adelsgeschlechts von Plessen zeigt einen schwarzen Stier auf goldenem Grund. Es ist am Fuß des mittleren Lanzettfensters eingefügt. Seit dem 18. Jahrhundert verfügte die Familie auch über Ländereien in Dänemark und Schleswig-Holstein.

Das Pfingstwunder

Die Darstellung des Pfingstwunders nach einer Bildvorlage von Albrecht Dürer befindet sich in der Ostwand des Hohen Chores, rechts von der Apsis – nur wenige Meter entfernt von einer zweite Darstellung des Pfingstwunders im Schleswiger Dom: Im Auszug des rechten Altarflügels zeigt sich die Szene noch einmal, geschnitzt von der Hand Meister Brüggemanns.
Die Szene spielt sich in einem halbrunden Innenraum ab, der an einen Kirchenchor erinnert. Um Maria bilden die Jünger einen Halbkreis. Hier wie dort nimmt die Taube den Mittelpunkt ein.

Eine Fenster-Patenschaft übernehmen

Mit einer Fenster-Patenschaft haben Sie die Möglichkeit, sich an der Erhaltung eines der vorgestellten Fenster zu beteiligen. Wir benötigen für jedes Fenster 24.000 € für die Restaurierung. Jedes Fenster ist auf 100 Patenschaften begrenzt. Sie haben die Wahl, in welcher Höhe Sie sich beteiligen möchten: mit 240 Euro, 120 Euro oder 60 Euro. Jede Patenschaft wird mit einer Schmuck-Urkunde bescheinigt, die wir Ihnen anschließend überreichen.


Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, die exklusive Patenschaft für ein Gesamtfenster zu übernehmen.

Bei Interesse an einer Fensterpatenschaft bitten wir Sie, sich direkt mit der Bischofskanzlei in Verbindung zu setzen.

Bischofskanzlei Schleswig
Plessenstraße 5a · 24837 Schleswig
Telefon 04621 30700-20
spenden@bksl.nordkirche.de

Für Ihre/n Patenbeitrag/Spende erhalten Sie automatisch eine steuerlich verwendbare Bestätigung.
Das Landeskirchenamt der Nordkirche sichert die bestimmungsgemäße Verwendung Ihrer Spende zu.

Das Paul-Gerhardt-Fenster

Dieses Fenster ist dem evangelisch-lutherischer Theologen und Kirchenlieddichter Paul Gerhardt gewidmet und zeigt in den Szenen „Gerhardt m. Familie i. d. Fremde“, „Befiehl dem Herrn deine Wege“ und „Gerhardts Berufung nach Lübben“ wichtige Eckpunkte im Leben des Kirchenlieddichters und Theologen. Zeit seines Lebens (1607 bis 1676) erlitt er Schicksalsschläge wie den Tod von drei seiner vier Kinder und von Seuchen und Kriegen geprägte Jahre. Im Schleswiger Fenster erscheint er vorbildhaft als pflichtbewusster und fest im Glauben verwurzelter Gelehrter. Seine ca. 140 geistlichen Liedern und Gedichten fanden Eingang in zahlreiche Gesangbücher und wurden in viele Sprachen übersetzt.

Das Wappen der Stadt Schleswig in der Sockelzone des mittleren Lanzettfensters verweist darauf, dass dieses Fenster seinerzeit von den Schleswiger Bürgerinnen und Bürgern gestiftet wurde.

Durch einen ersten Spendenaufruf im Herbst 2019 sind über 160.000 € an Spenden zusammengekommen. Mit dieser Summe kann dieses mit Abstand am stärksten beschädigte Fenster umfassend restauriert werden.

 

Kontakt, Anfahrt zum Dom und Öffnungszeiten finden Sie unter Besucherservice