Eine neue Krippe für den Dom

Ein Projekt voller Hoffnung und Gemeinschaft

Ein knieender Hirte, ein aufrechter Hirte sowie eine Gruppe von Schafen haben sich links zur Weihnachtskrippe gesellt - links steht der Fischer, der auf die Verbindung der Stadt zum Wasser und zur Fischerei hinweisen. Außerdem soll mit ihm auch das Motiv aus der Speisung der 5000 anklingen  (Die Speisung der Fünftausend: Matthäus 14,13–21).
Ein knieender Hirte, ein aufrechter Hirte sowie eine Gruppe von Schafen haben sich links zur Weihnachtskrippe gesellt - links steht der Fischer, der auf die Verbindung der Stadt zum Wasser und zur Fischerei hinweisen. Außerdem soll mit ihm auch das Motiv aus der Speisung der 5000 anklingen (Die Speisung der Fünftausend: Matthäus 14,13–21). © Antje Wendt, Nordkirche

08. Mai 2026 von Antje Wendt

Im Herzen des Schleswiger St. Petri-Doms ist Einzigartiges entstanden: eine Weihnachtskrippe aus Bronze, die nicht nur durch ihre handwerkliche Kunst, sondern auch durch ihre Berührbarkeit besticht.

Ein Grund zur Freude

Seit dem Start des Projekts vor zwei Jahren hat die Idee, eine Krippe zu schaffen, die Menschen in der Kirchengemeinde und im Dom bewegt. Dank der großzügigen Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender sowie engagierter Unterstützenden kann das Projekt in diesem Jahr abgeschlossen werden – ein Grund zur Freude und zum Dank!

Die Vision: Eine Krippe zum Anfassen

Die Figuren begeistern durch ihre Ausdruckskraft und die ungewöhnliche Materialität. Der Künstler Michael Jastram hat es geschafft, nicht nur ästhetisch ansprechende, sondern auch emotional berührende Figuren zu schaffen. Sein Ansatz ist es, nicht die Äußerlichkeit, sondern den inneren Gehalt der Szene in den Mittelpunkt zu stellen: Demut, Zeitlosigkeit und Einfachheit prägen seine Werke. Die Figuren, zunächst aus Gips geformt und anschließend in Bronze gegossen, laden dazu ein, sie zu berühren und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Ein Projekt der Gemeinschaft

Von Anfang an war es der Kirchengemeinde wichtig, die Menschen auf dem Weg zur Fertigstellung der Krippe mitzunehmen. Während der Advents- und Weihnachtszeit 2025 konnten Interessierte die Figuren im Dom nicht nur betrachten, sondern auch anfassen – eine Erfahrung, die viele tief berührt hat.

„Die Resonanz auf unseren Spendenaufruf hat uns überwältigt“, sagt Amrei Magdanz, Kulturmanagerin am Schleswiger Dom. „Jede Spende, jedes Gespräch und jede Unterstützung sind ein Ausdruck von Hoffnung und Gemeinschaft.“

Die nächsten Schritte: Vollendung der Krippe

Bis zur Fertigstellung der gesamten Krippe fehlten Ende 2025 nur noch wenige Figuren: ein Hirte, Schafe, ein Ochse, ein Esel, die drei Weisen, eine Bäckerin. Sie werden bis zum Advent 2026 fertiggestellt sein und die Krippe um weitere symbolträchtige Elemente vervollständigen.

Besondere Erzählfreude der Figuren

Der Fischer und die Bäckerin, inspiriert von der biblischen Erzählung der Speisung der 5000, verleihen der Szene eine besondere Vertrautheit und Erzählfreude. Wie der Künstler Michael Jastram erklärt, wollte er mit dem Fischer den Bezug des St. Petri-Doms zum Wasser und zur Fischerei herausstellen. Gleiches gilt für den Stall: Er wird wie ein aufgestellter Schiffsrumpf die Krippenszene bedachen und aus dem Eichenholz der alten Dombänken gebaut werden.

Ein herzliches Dankeschön

Ohne die großzügigen Spenden und die tatkräftige Unterstützung aller Menschen, die sich dem Dom verbunden fühlen, wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Die Gemeinde und die Nordkirche danken allen Spenderinnen und Spendern, den vielen Helferinnen und Helfern und den Mitgliedern des Freundeskreises „Mein Schleswiger Dom“, die mit ihrem Engagement dazu beigetragen haben, dass die Krippe im Advent 2026 in voller Pracht erstrahlen wird.

„Wir sind tief bewegt von der Solidarität und dem Interesse, das uns entgegengebracht wurde“, so Amrei Magdanz. „Die Krippe wird nicht nur ein Symbol für die Weihnachtsgeschichte sein, sondern auch für die Gemeinschaft, die sie möglich gemacht hat. Wir freuen uns auf all´die Menschen, die wir mit der Krippe bewegen und berühren können.“